Die Diskussion um die Verfüllung des Tweestroms in Kleve-Rindern, der beabsichtigte Rauswurf des NABU in Kranenburg und die Tatsache, dass wir gerne hier an „unserem“ Niederrhein leben hat uns mal bewogen über Umwelt nachzudenken:

Der Klimawandel hat auch den Kreis Kleve nicht unberührt gelassen, wie wir tagtäglich an vielen Erscheinungen feststellen können. Wir sind keine einsame Insel sondern Passagiere in dem großen Boot dessen Name Erde heißt und wir sind den globalen Auswirkungen ebenso ausgesetzt wie andere Flecken dieser Welt.

Aber dennoch können wir im Kreis Kleve einiges zur Erhaltung und Verbesserung unserer Umwelt tun: Daher sind wir für weitere Renaturierung der Nierslandschaft und der Ausweitung der Auen- Landschaften am gesamten Rhein. Ebenso für den Erhalt des „Tweestrom“ in Kleve. Auch für die, durch die Betuwe-Linie (Bahnstrecke), evtl. wegfallenden Naturlandschaften sollen entsprechende Ausgleichsflächen geschaffen werden, die zu einem Teil, neben Naturschutzgebieten, als zusätzliche Schaffung von Naherholungsgebieten genutzt werden können.

Es sollen wieder mehr Wälder ohne Forstwirtschaft im Kreis Kleve geben, also ein Ur-Wald der Flora und Fauna eine ursprüngliche Heimat bietet, mit naturbelassener Landschaft. Daher sind auch mehr Naturschutzgebiete auszuweisen. Wir setzen uns ein für die Beibehaltung der Betreuung von den Naturschutzgebieten in Kranenburg und Gelderland durch den NABU (Naturschutzbund e.V.) und einer größeren Ausweisung des Vogelschutzgebietes –Unterer Niederrhein-.
Jegliche Schwerindustrie muss aus unseren Städten und Gemeinden verschwinden und in entsprechende Gewerbegebiete umgesiedelt werden.

Auch der Müll muss dort vermieden werden wo er erzeugt werden soll und nicht in einem Mülltourismus enden, der auch andere Regionen belastet. Tagtäglich 10, 20 oder mehr LKW’s mit Müll, teilweise aus Ländern wie Italien, über die Alpen hinweg in unseren Kreis oder kreisnah anfahren zu lassen damit sich die Auslastung überdimensionierter Müllverbrennungsanlagen – sind ja „Steuermodelle“ – rechnet, kann keinen Sinn machen!
Es sollen keine weiteren Auskiesungsgebiete mehr zu gelassen werden um die Grundwasserqualität weiter zu verschlechtern.

Die Ausgestaltung der Kfz-Steuerreform wie auch der sogenannten Abwrackprämie sind ein Show-Effekt und offenbaren klimapolitische Inkompetenz. Statt die Kfz-Steuer konsequent am CO2-Ausstoß auszurichten, sieht die Bundesregierung Steuerentlastungen für große Spritschlucker vor. Auch die fälschlich als Umweltprämie deklarierte Abwrackprämie lässt jegliche klimapolitische Lenkung vermissen.
Es muss wieder mehr der öffentliche Personenverkehr gefördert werden und dem Ausbau der Südumgehung in Kevelaer nicht statt gegeben werden.

Wir fordern:

In einem Satz:

Erhaltung unserer natürlichen Lebensräume und Renaturierung von Industrieflächen,
Verhinderung von Großprojekten die Natur und Klima zerstören!