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Tafeln.....

Gibt es nun auch in Kalkar und Kevelaer. Das war den Lokalblättern in den letzten Wochen zu entnehmen ( Kalkar: Klever Wochenblatt; Kevelaer: NNO Ausgabe Gelderland).
So sehr wir einerseits das Engagement der Helfer und Unterstützer schätzen und zu würdigen wissen – so sehr sind wir auch über die Notwendigkeit immer weiterer Tafeln im Kreis Kleve bestürzt: In Kleve soll es so um die 1.000 Bezieher von ALG-II geben – dagegen stehen ca. 2.000 bis 2.500 Haushalte als „Kunden“ bei der Klever Tafel? Und in Goch, in Kevelaer, in Geldern, in Kalkar....?

Dann lesen wir allenthalben über „Genussregion Kleve“ , „Spargelfeste“ und Ähnlichem. Wo Freude am Genießen ist, gönnen wir es natürlich jedem – man kann aber mal drüber nachdenken, dass manche Menschen mitten unter uns schon froh sein dürfen wenn sie mal eine Dose Spargelabschnitte in ihrer Tafeltüte haben....

Immer mehr Menschen, von Kleinkindern bis zum Rentner, sind immer mehr auf diese Zuwendungen existenziell angewiesen, könnten ohne diese Rekultivierung der Suppenküchen aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts schlecht, nicht bis kaum überleben.
Das nennt man Hartz IV....

Erschwerend ist die Situation noch im Kreis Kleve – denn der Kreis ist Optionskommune, d.h. er regelt seine Bestimmungen selbst, legt sie sich aus...wohl kaum, und das zeigen uns auch immer wieder zur Kenntnis gebrachte Entscheidungen, Klageverfahren und Auswirkungen, im Sinne der betroffenen Menschen . Dann lässt man Tafeln ran....

Das Allheil-Mittel gegen diese nicht mögliche Teilhabe an Gesellschaftsvermögen und gesellschaftlicher Teilhabe heißt dann nun „Tafel“ – das kann’s ja wohl nicht sein, oder?! Es mag zwar zunächst etwas lindern – aber eigentlich sollten wir uns bemühen, dass Tafeln eher überflüssig werden....

Wir haben an dem Entwurf des Kommunalprogramms ( Na, wer denn nicht....?) der LINKEN KV Kleve aktiv mitgearbeitet. Hartz IV ist zwar, ein menschenverachtendes, Bundesgesetz, aber das muss man nicht noch schlechter und unerträglicher durch eine Optionskommune á la Kleve machen. Wir setzen uns daher für folgende Forderungen ein:

Dann wären wir schon mal ein großes Stück weiter....Über die Vermittlungsgeschichte der Kommunen wäre auch noch einiges zu sagen - demnächst

Die Zukunft?