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Kultur

Nahezu täglich liest man von Beuys – Eva Beuys....Aktuell dürfen irgendwelche Bilder nicht im Beuys-Museum (Schloß Moyland) gezeigt werden.
Die Stadt Kleve baut ein Atelier, wohl aus den 60-ern des letzten Jahrhunderts, nach – Kosten. Ca, 1,3 Mio Euro
Schloß Moyland avancierte zum provinziellen Elite-Vorzeige-Objekt mit Kulturananspruch.
Hervorgehoben hat man das Ganze noch durch Empfänge und Besuch von Clement, Pofalla etc. um dem Ganzen Bedeutung zukommen zu lassen....
Joseph-Beuys-Museum, Joseph-Beuys-Atelier – Joseph-Beuys dreht sich wahrscheinlich gerade in seinem Grabe um wenn er sich das ganze Tohuwabohu um seine Person, die Sockelerhebung durch und für Elite-Kunstliebhaber betrachtet. „Jeder Mensch ist ein Künstler“ war sein Motto und sprach sich damit genau gegen die aktuelle Entwicklung aus. Er wollte Kunst um der Kunst willen, breit, öffentlich und bewusst angelegt wissen, von allen, für alle....Machen wir uns darüber mal Gedanken:

Kultur begleitet den Menschen seit seinem Auftauchen, Kultur bestimmt eigentlich unser ganzes Leben und wird von jedem anders verstanden, die Definition von Kultur ist daher vielfältig.
Da wir in einem ländlichen Kreis leben, wird der Kulturbegriff stark mit der Brauchtumspflege Verknüpft, oft eng verbunden mit religiösem Hintergrund. Feuerwehren mit ihrem Helferauftrag und Schützenvereine sind fest etabliert. Es gibt aber auch die Kulturbereiche der bildenden und darstellenden Kunst, wie z.B. Tanz, Musik, Theater, Malerei, Bildhauerei, Literatur, etc., die ebenso ihre Berechtigung besitzen. Und es gibt den Begriff der Jugendkultur oder Subkultur in ihrer ganzen Bandbreite.
Wir wollen den Kulturformen im Kreis Kleve eine Unterstützung geben und ihre Lebensfähigkeit stärken die sich nicht nur dem sogenannten Mainstream verpflichtet fühlen. Dazugehört die freie und alternative Kulturszene die keine oder nur wenig Unterstützung durch den Kreistag oder die Kommunen erhält. Die Situation von freischaffenden Künstler und Künstlerinnen muss verbessert werden. Wir fordern die Beibehaltung und den Ausbau der Künstlersozialkasse. Es sollen mehr Räume in den Kommunen für Künstlerateliers geschaffen werden, sowie die Bereitstellung von Proberäumen für jugendliche und erwachsene Musiker.
Wir fordern im Kreis Kleve mehr öffentliche Kulturförderung und mehr Unterstützung der freien Musikszene. Da kommt sie ihrem originären Auftrag nicht genügend nach. Eine eigene und selbstbestimmte Jungendkultur soll gefördert werden mit entsprechenden Einrichtungen und ausreichender finanzieller Ausstattung, sie soll in den angestrebten Kulturräten vertreten sein.
Kooperationen zwischen Kulturschaffenden und Schulen sind vermehrt anzuregen.
Wir sind gegen die weiteren Schließungen von Kinos in unserem Kreis, sondern wir wollen Programm-Kinos mit qualitativ hochwertigem Angebot.
Der Zugang und Teilhabe aller an Kunst und Kultur, auch im Alltag, ist für uns eine der wichtigsten und eigentlich selbstverständlichsten Forderung. Dazu gehört der freie und kostenlose Zugang zu allen öffentlichen Museen, Theatern und Büchereien. Festivals und Konzerte sind ebenfalls darin einzubinden.
Die Kunst im öffentlichen Raum (Plätze, Parks, Gebäude) sollen verstärkt Orte mit Kunst sein zum Anfassen und Erfahren. Der erhöhte Stellenwert und der vermehrte Kunstunterricht, auch mit hinterfragenden Elementen, an den Schulen wäre dazu eine weiterer Schritt.
Es darf auch in der Kultur kein Privat vor Staat geben, denn sonst verarmt die Kunst. Wir streben weniger Einflussnahme von Sponsoren auf die Inhalte von Kultur an und fordern mehr finanzielle Mittel für eine breite Kulturlandschaft im Kreis Kleve. Die Einrichtung einer Kulturdezernenten-Stelle im Kreistag ist eine geeignete Maßnahme zu Erreichung unserer Ziele, die ebenso dann einen Kulturrat im Kreistag, und Kommunen zum Inhalt haben muss.

Wir fordern:

In einem Satz:

Keine Privatisierung der Kultur, sowie kostenloser Zugang für alle an Kunst und Kultur
mit verstärkter Kulturförderung!