Allenthalben liest man von Diskussionen über Realschulen, Gesamtschulen und Schließungen von Grundschulen....
Es gibt genau eine Gesamtschule im Kreis – in Goch, und auch die nur weil eine Elterninitiative diese konsequent durchgeboxt hat. Jährlich werden dort aber mehr SchülerInnen abgelehnt als aufgenommen...
Nach Donsbrüggen wird nun auch die Grundschule in Keeken geschlossen...
In Kranenburg erhalten Grundschüler mit einem Notendurchschnitt von „2“ eine Hauptschulempfehlung – die dortige, und einzige weiterführende, Schule ist ja eine Hauptschule und muss mit SchülerInnen „gefüttert“ werden...Warum keine Gesamtschule daraus machen?!
Bildungspolitik ist Ländersache, aber der Kreis Kleve und ihre Kommunen können und müssen Einfluss darauf nehmen. Es muss eine Umkehr von der schleichenden Privatisierung der Bildung zu Gunsten des freien Zugangs zu allen Bildungseinrichtungen stattfinden. Bildung ist Allgemeingut – es heißt ja auch „Allgemeinbildung „ - und darf nicht das Privileg gehobener Einkommen sein!
Ende Januar 2009 wurde im WDR veröffentlicht, dass 2008 in NRW mehr SchülerInnen bei Gesamtschulen abgelehnt wurden als angenommen – traurige Spitze: Der Kreis Kleve...
Wir wollen ein Bildungssystem, das nicht ausgrenzt, sondern alle fördert. Dazu muss das dreigliedrige Schulsystem abgeschafft werden zugunsten einer Schule, in der bis zum 10. Lebensjahr alle SchülerInnen gemeinsam lernen und speziell gefördert werden. Die flächendeckende Einführung von Gesamtschulen wäre hier ein erster Schritt! Zum Beispiel zuerst mal in Kleve, in Kranenburg, in Geldern....
Bildung muss wieder mehr Wert in die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern legen um sie zu starken, freien und selbstbewussten Jugendlichen werden zu lassen anstatt sie nur beruflich zu qualifizieren.
Keine Konditionierung der Schüler für die Wirtschaft, keine Förderung von Eliten.
Es sollen darüber hinaus in allen Kommunen ausreichende Jugend- und Erwachsenenbildungsprogramme angeboten werden. Auch eine entsprechende Personalplanung ist notwendig – genügend arbeitslose LehrerInnen gibt es wohl, oder? .
Für Empfänger von ALG-II Leistungen sind Anschaffungen und Unterhalt von Schulmaterialien insbesondere nicht oder kaum bezahlbar. Einen Schulzuschuss gibt es auch nur bis Klasse 10 – soll heißen, dass Hartzler in der Oberstufe nichts zu suchen haben?!
Der Schülertransport muss professionell gemanagt werden. Es kann nicht sein, dass SchülerInnen, auch von Grundschulen, 30min. zu früh oder 30 min. zu spät ankommen – weil eine Abstimmung zwischen Schulämtern und NIAG nicht vorhanden ist?
Zuviel Unterricht fällt aus und wird nicht adäquat ersetzt. Wie viel arbeitslose LehrerInnen gibt es denn?
Nach Jahrzehnten wurde ein schulpsychiatrischer Dienst installiert – 1 Person für 120 Schulen im Kreis. Das ist definitiv zu wenig!
Der Bildungszugang hängt immer mehr vom Geldbeutel ab, auch für Erwachsene. Fortbildungen werden in der Regel nur dann bezuschusst oder bezahlt wenn man in Lohn und Brot ist – und die, die sich weiterbilden müssen um eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu haben? – Kriegen höchstens einen Intensiv-Kurs in niederländisch...
Gehälter von leitenden Angestellten im kommunalen Bereich , z.B. der Stadtwerke Kleve GmbH, steigen ins Unermessliche, z.Z. ca. bei so um die 200.000,-- Euro im Jahr. Bei selbstverständlichsten Aufgaben wie Reinigung der Schulen wird brutal gespart – z.B. bei der Karl-Leisner-Schule. Dort wurde kürzlich der Reinigungsdienst und –rythmus halbiert, d.h. dann „Intervall-Arbeit“...Kein Geld für Grundstrukturen von Schulen, aber übermäßig davon für städtische Manager!? Da könnte man ja auch eine andere Haushaltsplanung machen?!
Daher fordern wir:
- Eine Schule für Alle mit kleinen Klassen und mehr sozialer Betreuung
- Mehr Bildung im musischen Bereich
- Ganzheitliche Entwicklung der Persönlichkeit
- Mehr Bildung zum Eigenwert und nicht nur berufliche Qualifizierung
- Schaffung von mehr integrativen Schulen
- Nicht der Geldbeutel der Eltern darf über den schulischen Werdegang entscheiden, sondern die Begabung des Kindes
- Weniger Kosten/ Gebühren bei kommunalen Einrichtungen der Bildung
- Schülerzuschuss in Höhe von 100,-- Euro für Kinder aus ALG-II Haushalten ab dem 11. Schuljahr aus Kreismitteln
- Schülertransport der auch funktioniert. Mehr Abstimmung.
- Mehr LehrerInnen gegen Unterrichtsausfall
- Zuschüsse auch für Geringverdiener/ Arbeitslose bei Weiterbildungen statt nur für Verdienende
- Kostenloser Zugang zu Bildung und Bildungseinrichtungen
- Keine brutale Kostenrechnung bei Grundstrukturen von Schulen – keine Kürzungen hier!
> Kurz::
Allgemein – Bildung.....







